Der Coton de Tuléar ....... der madagassische Nationalhund"

Der Coton de Tuléar - wenig ist über seine Herkunft bekannt, aber bis heute ist diese Rasse in ihrer Ursprünglichkeit auf Madagaskar zu finden. Cotons waren jahrhundertelang exklusive Schoßhunde der reichen Bewohner der Stadt Tuléar im Süden Madagaskars. Die Rasse ist erst seit 1970 von der F.C.I. anerkannt und immer noch nicht sehr verbreitet. Daher ist diese Rasse noch recht ursprünglich.
Neben seinem bezaubernden Aussehen finden wir eine ganze Menge Verhaltenszüge am Coton, die wenigen Kleinhunderassen eigen sind. Er hat nichts mit einem Terrier zu tun. Ein Coton de Tuléar läuft beim Spazierengehen nicht weg, er entfernt sich nur unwesentlich von seinem "Menschenrudel" und hält dieses ständig im Auge.

Sein Grundwesen ist ruhig und ausgeglichen. Besonders hervorzuheben ist seine Robustheit; er ist kein "Modehund" und wird hoffentlich auch nie einer werden!! Er ist wohl verschmust und verspielt wie ein Schoßhund, jedoch auch sportlich und intelligent. Cotons haben auf Abruf eine nicht zu unterschätzende Energie. Ein ausgewachsener Coton ist sehr robust und ausdauernd und kann problemlos eine Bergtour mitgehen oder einen Strandspaziergang an der Ostsee machen. Die Hauptsache für einen Coton ist, dass er überall mit seiner Familie dabei sein kann.

Ein herausragender Wesenszug des Cotons ist es, "immer" gute Laune zu haben. Cotons sind stets für einen Streich bereit. Womit man sich auseinandersetzen muss, ist ihre Anhänglichkeit. Sie suchen ständig den Kontakt zu ihren Menschen, versuchen im Haus und Garten überall dabei zu sein, wie ein kleiner Schatten. Wem diese Anhänglichkeit nicht gefällt, der sollte Abstand von einem Coton nehmen...

Etwas aufwändig - wenn auch nicht sehr zeitraubend, wenn man sich regelmäßig darum kümmert - ist die Fellpflege. Gerade das lange, baumwollweiche Haar gehört zu den rassetypischen Merkmalen des Cotons - wie der Name schon sagt. Der Coton de Tuléar hat keine Unterwolle und keinen jahreszeitlich bedingten Fellwechsel. Ein Coton sollte ca. alle 3 bis 5 Wochen mit einem sehr guten Shampoo und einer Spülung gebadet werden. Der "Züchter Ihres Vertrauens" gibt Ihnen mit Sicherheit die nötigen Utensilien und zeigt Ihnen, wie Sie beim Baden bzw. Bürsten vorgehen müssen. Es ist aber nicht nötig, sein Fell (Haare) besonders zu schonen - er darf alles, auch bei Schmuddelwetter und zu jeder Jahreszeit im Freien rennen und spielen oder spazierengehen.

Mit einer Größe von 22 - 28 cm und einem Gewicht bis max. 7 kg ist der Coton de Tuléar ein echter Kleinhund. Seine Fellfarbe ist weiß und Achtung: auch die schön gefleckten Welpen werden meistens weiß! Wichtig ist, dass die Nase und die Lidränder ein gutes Pigment haben, das heißt, dass sie schwarz sein sollten. An Erbkrankheiten ist nicht viel bekannt. Alle Züchter im Coton de Tuléar Verein e.V., unter dessen Reglement ich züchte, müssen ihre Zuchttiere auf Augenerkrankungen und Knieprobleme (Patella - Luxation) untersuchen lassen. Alle meine Cotons, mit denen ich züchte, sind zusätzlich auf eine Augenkrankheit (CMR 2) und auf Banderas - Neonatale Ataxie (BNAt) per DNA-Test getestet.

Zu wem passt ein Coton de Tuléar?

Der Coton de Tuléar ist der perfekte Hund für Familien, Senioren, Singles, ... Er kommt in der Regel hervorragend mit Kindern und anderen Tieren zurecht. Er ist sehr anpassungsfähig und kann sich problemlos auf die jeweilige Lebenssituation, ob in der Stadt oder auf dem Land, einstellen. Mit Sicherheit passt er aber nur zu Menschen, die bereit sind, ihr Leben mit dem Hund zu teilen. Das Zusammenleben mit so einem intelligenten Tier ist eine großartige Sache, allerdings muss klar sein, dass er hoffentlich 15 Jahre lang ein treuer Begleiter und Freund seines Besitzers sein wird und Zeit, Geduld und auch Geld kostet. Der Coton braucht zwar nicht viel, aber zu dem Wenigen gehört die nahezu permanente Gegenwart einer Bezugsperson, deshalb sind Cotons für ganztags Berufstätige nicht geeignet, außer sie können zur Arbeit mitgenommen werden!

Unsere Welpen werden generell nicht vor der 9. Lebenswoche abgegeben und dies auch niemals, ohne die neue Familie vorher persönlich kennengelernt zu haben. Als seriöser Züchter stehe ich Ihnen selbstverständlich ein Hundeleben lang als Ansprechpartner zur Verfügung und freue mich, wenn ich viele "Donauvillinos" bei unseren jährlichen Welpentreffen wiedersehen kann.

Rüde oder Hündin?

Rüden markieren, Hündinnen werden 2 x im Jahr läufig. Rüden sind keinesfalls weniger anhänglich als Hündinnen. Man kann keine pauschalen geschlechtsspezifischen Vor- oder Nachteile nennen, denn das Verhalten eines Hundes ist - wie beim Menschen auch - Charakter- sowie Erziehungsfrage.

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